Mama und Kind

die 7 besten Ernährungstipps mit einem ganz neuen Ziel: Kraft für Mama!!

Das riecht so gut! Die Nachbarin kocht Braten. Bestimmt mit leckeren Spätzle dazu, wir sind ja im Schwabenland. Es ist 5 vor 12, Zeit fürs mächtige Mittagessen.

“Mahlzeit!”, grüßt mich der Herr Müller und verschwindet vorfreudig im Haus.

Danach wird geschlafen: klar, was anderes geht ja auch nicht, nach so einem Mittagsprügel im Magen.

Aber das bleibt für mich reine Fantasie: ich hole gleich die Kinder aus der Schule und aus dem Kindergarten, die haben Hunger, die wollen ausruhen, die wollen vorgelesen haben und die wollen streiten und “Maaamaaaaa!” brüllen, das wollen sie auch.

Also nix mit Schlafen.

Vor allem nicht 3 Stunden. Wenn du es durch Zufall schon einmal geschafft hast, ein paar Tage auf Getreide weitestgehend zu verzichten, dann merkst du es so krass:

Sobald du diese Nudeln oder Pfannkuchen am Mittag gegessen hast, geht deine Kraft wie ein Aufzug nach unten: in den Keller. Und noch tiefer.

Das ist wirklich unterirdisch. Und wie soll man da Energie für all die “Mamaaaa-Brüller” und “ich will jetzt zum Badengehen-Wünscher” übrig haben? Hast du nicht?

Dann sind diese Ernährungstipps etwas für dich:

(Ich bin keine Ernährungsberaterin und meine Tipps sind  “nur” am eigenen Leib getestet. Für Stillende Mütter würde ich raten, auf jeden Fall Kohlehydrate zu essen, vor allem Kartoffeln die sorgen für genügend Milch!! Für diverse Krankheitsbilder (Diabetes usw.)

Bitte vorher mit dem Arzt abklären und auch ansonsten nur auf eigene Verantwortung testen. Im Übrigen ist Getreidefrei für Kinder nichts. Ich glaube das die Ernährungsansprüche von Kindern in ihrem Wachstum anders sind wie die von uns Erwachsenen. Vielleicht auf Weizen und Weißmehl verzichten.)

Im Übrigen: das Ziel ist nicht das Abnehmen. Das Ziel ist Kraft frei zu haben und sie nicht für Futter zu verbrauchen. Ok?!

1. Ersetze eine Mahlzeit durch grünen Smoothie.

Nein, nicht Fruchtsmoothie, das ist Lug und Trug, da ist nur gemixter Fruchtzucker drin, der haut deinen Zuckerspiegel wie wahnsinnig nach oben und lässt ihn danach zum Donnerdrummel fahren.

Grüner Smoothie hat folgende Unglaubliche Vorteile:

  • dein Blutzuckerspiegel rastet nicht aus
  • grüner Smoothie enthält Chlorophyll und dass  ist die reine Sonnenerngie: und die bekommst du dann, wenn du grünen Smoothie trinkst
  • verschiedene Mineralstoffe und gesunde Eiweiße sind im grünen Smoothie enthalten.

grüne-smoothie-Info-Blog

Hier sind tolle Menschen, die alle Informationen für euch noch viel ausführlicher aufbereitet haben, wie ich.

Zum “Hasenfutter” gehört in den Smoothie noch: eine Banane, ein Apfel/halbe Mango/sonstiges reifes Obst, eine halbe Avokado (für Cremigkeit) und Wasser. In dieser Jahreszeit gerne noch ein paar Eiswürfel. Schmeckt lecker!!

Und hier gilt der typische Oma-Spruch: wenn er nicht schmeckt, war der Hunger nicht groß genug. Das klingt hart, aber es ist echt wahr.

Wichtig Smoothie sollte gekaut werden, also nicht trinken, sondern essen.

2. Kräuter olè!

Ich liebe Wildkräuter.

Das ist wirklich so. Die sind supergenial: die kosten nix, die gibt’s überall und man wird geradezu süchtig danach, noch mehr zu kennen. Es macht Spaß sie zu pflücken und man geht dabei auch noch an die frische Luft.

Die Kinder finden es genial, selbst einige Kräuter zu erkennen und machen den Spaß also gerne mit.

Du meinst, du kennst keine Wildkräuter?

Ach was.

  • Löwenzahn
  • Brennessel
  • Giersch

Sind alles Superfoods und perfekt für den grünen Smoothie.

Da empfehle ich dir dieses kleine Buch:

Wildkräuter-Smoothies: Pure Kraft aus der Natur von Evelyne Leye

oder etwas ausführlicher: kleiner Wildkräuterführer von Margarete Vogls

Falls du keine Lust auf Smoothie hast, würde ich Salat aus Wildkräutern machen, oder Wildkräuter in den Salat mischen.

3. kein Zucker

Sorry. Zucker ist böse;-)

Zucker ist nämlich vor allem deshalb böse, weil es ein Geschmacksverstärker ist. (Ja, richtig gelesen)

Und alle Geschmacksverstärker sorgen vor allem für Eines: will mehr!! Mehr essen, mehr essen, mehr essen (Wie Lotta in der Krachmacherstraße sagen würde).

Außerdem macht Zucker süchtig.

Das bedeutet: du bist nicht selber blöd, weil du schon wieder am Abend bulemisch in dich hineingestopft hast, das ist nicht deine Schuld! Du bist einfach süchtig nach Zucker und deshalb hast du es nicht im Griff.

Die doofe Nachricht: schon ein kleines Biss(chen) kann diesen Effekt auslösen.

Und jetzt wird’s ganz fies:

weißes Mehl ist im Grunde dasselbe wie Zucker. Nur anders verpackt. Dein Körper wandelt nämlich die Stärke im Mehl sehr schnell in Zucker um. Deshalb habe ich bei mir persönlich festgestellt, dass ich die Spaghetti nicht mal probieren darf, sonst habe ich sofort Lust, alle Nudel wie eine Irre in mich hinein zu stopfen.

Vegan-Blatt

Schade.

4. Ersatzsüßung

Wenn es nicht anders geht, dann süße mit Datteln (gemixt und ggf vorher eingeweicht), Ahornsirup (ist nicht mal so teuer) und Kokosblütenzucker.

Der Abschuß ist natürlich hier: Xylith.

Das schmeckt wie Traubenzucker und macht auch noch die Zähne heile. Geil. Oder?

(Wir haben für die Kinder am Abend nach dem Zähneputzen jeweils ein Xylithbonbon. Ob Kinder davon lernen, dass sie nach dem Zähneputzen noch naschen dürfen? Nö. Das können die schon kapieren, dass es da einen Unterschied gibt)

Aber insgesamt ist es mit der Süßung eben wie oben beschrieben: es ist ein Geschmaksverstärker. Das ist bei allen Süßungen so (und gilt übrigens auch für Salz). Das muss dir einfach klar sein.

5. Getreide-Ersatz

ich habe wirklich viel ausprobiert.

Da gibt es:

  • Kokosmehl
  • Sonnenblumenmehl
  • Mandelmehl (geht gut für Kuchen)
  • Kichererbsenmehl (geht gut für Brätlinge und salzige Pfannkuchen)

uvm.

Aber ich muss ehrlich sagen: es geht nichts über echtes Getreide-Mehl. Ich lasse es inzwischen lieber einfach weg.

Wenn ich wo zum Frühstück gehe, nehme ich mir höchstens noch Maiswaffeln mit, die ich dann statt Brot esse und mit leckeren Aufstrichen bestreiche. Dann sitzt man nicht sabbernd daneben;-)

6. Hunger

Am Anfang wirst du Hunger haben, wenn du Getreide weglässt.

Hunger ist ein Warnhinweis des Körpers, dass ein Bedürfnis nicht befriedigt ist: Nahrung.

Jetzt denkst du vielleicht, das kann ja nicht gesund sein und ich gebe dir Recht, dass dieser Hunger sich nicht gesund anfühlt. Aber es ist viel mehr ein Unterzucker, der daraus entstanden ist, dass du vorher zuviel Zucker (und Weißmehl) gegessen hast. Es ist also gar kein echter Hunger.

Oft haben wir auch gelernt, Durst mit Hunger zu verwechseln.

Wir haben sogar gelernt, Frust mit Hunger zu verwechseln.

Wir definieren Langweile als Hunger.

Ein Gefühl der Leere fühlt sich an wie: ja richtig, Hunger.

Also gilt es zuerst einmal, den echten Hunger von dem “erlernten” Hunger zu differenzieren. Das ist ein bisschen wie eine Dämonenaustreibung, ein Exorzismus der alten Ernährungsmuster.

Zuerst hast du also ständig Hunger, alles riecht so gut, du würdest so gerne richtig, richtig in die reinhauen. Ein Gedanke hilft: Hunger setzt Energie frei, nämlich eigentlich zur Nahrungsbeschaffung. In dieser Zeit des Überflusses, können wir diese Energie aber getrost für anderes nutzen! Genau der Hunger macht dich stark und Energiegeladen: wenn du es zulässt. Genieße den Hunger. Freu dich an ihm.

Wenn du diese ersten Tage, höchstens eine Woche überschritten hast, dann wird es besser. Garantiert. Ich habe inzwischen kaum noch ein Hungergefühl und fühle mich schon satt durch Smoothie, mal ein Stück Käse, ein paar Nüsse und Wasser. Ehrlich. Und trotzdem bin ich auch im Zustand “satt”, nicht “erschlagen”.

7. Mein Tagesablauf (ganz kurz)

6. 00 Uhr Aufstehen: Kaffee (ja, leider, ohne kann und will ich nicht)

7.00 Uhr Smoothie mixen und trinken, oder Kleinigkeit Essen. Mozarella- Salat, Salat (manchmal bringt meine Mama einen vorbei: Luxus!!), ein Stück Käse und Walnüsse, eine Dattel. Wasser und nochmal Kaffee.

13.00 Uhr Essen die Kinder. Hier sitze ich dabei, esse manchmal etwas Kleines oder trinke Smoothie. Die Kinder können übrigens auch gerne Smoothie trinken. Manchmal überrede ich sie auch dazu. Aber sie essen lieber rohes Obst oder geschnittenes Gemüse.

13.00-17.30 Uhr trinke ich viel Wasser, trinke noch Reste vom Smoothie und nochmal einen halben Kaffee. Manchmal esse ich etwas Obst mit den Kindern. Mein Ideal wäre hier nur Wasser zu trinken, damit der Körper auch eine Ruhepause hat.

17.30 oder 18.00 Uhr gibt es Abendessen, das für mich momentan aus Gemüse und Ei oder Gemüse und Fisch besteht. Meine Freundin, die stillt und Getreidefrei macht, isst hier auch viel Kartoffeln, Reis und Alternative Getreideprodukte. Eine Möglichkeit wäre auch, Linsen, Bohnen, Erbsen oder Kichererbsen zu essen, die sehr gut satt machen, aber kein Getreide enthalten. Mit Zwiebel angebraten oder als Salat (am besten mit fett Knoblauch) schmecken sie sogar deinem Mann!!

Dann eine Ruhepause bis zum Morgen, in der ich wirklich nur Wasser und Tee trinke. Der Körper braucht Erholungsphasen, in denen er Vorhandenes aufarbeiten kann und dann auch wirklich mal Pause hat um sich dann erneut einzustellen.

Als ich anfangs hier noch recht hungrig war, habe ich mir mit Wildkräutern beholfen, diese einfach so gegessen. Das ist nicht unbedingt lecker, aber es hilft gegen diesen Heißhunger. Inzwischen habe ich gar keinen Hunger mehr nach dem Abendessen. Dann heißt es: gegen die Knabberlust ankämpfen.

Ich wünsche Dir viel neue Energie, kein mittagliches “Loch” und jede Menge Lust, Neues auszuprobieren.

Eure Susanne

 

 

 

Bildnachweis: OmarMedinaFilms, Pixabay, 10 September 2015

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