Serie: Georg Holzscheyt und das Universum (Kapitel II)

Regenwunder

Am Abend kommt Papa von der Geschäftsreise heim und Runa vom Judo-Training. Papa hat einen schwarzen Anzug an und Runa den weißen Judo-Anzug. Papa trägt eine orangenfarbene Krawatte und Runa einen orangenfarbenen Gürtel.
„Wir haben ein neues Kind!“, platzt Gecko heraus, der beide schon an der Tür begrüßt. Papa und Runa machen große Augen. Papa murmelt: „Hab ich was verpasst? Mama ist doch gar nicht schwanger.. oder?“
„Nein“, sagt Mama, die Ferro auf dem Arm hat. „Manchmal muss man gar nicht schwanger sein und es fällt ein Kind vom Himmel!“
Papa und Runa sind einverstanden, das Ferro ihr Gast ist. Natürlich. Papa hätte am liebsten noch viel mehr Kinder und Runa ist es egal.

Es gibt Spaghetti zum Abendessen. Alle sitzen zusammen am Tisch und essen. Das heißt: Ferro isst. Alle anderen sitzen da und starren ihn an: Es ist nämlich so, dass Ferro nicht weiß, was Besteck ist. Oder wie man damit isst.
Er schaufelt sich die Spaghetti mit den Händen in den Mund.
Das Dumme: er hat auch Soße bekommen. Rote Soße.
Wie das aussieht könnt ihr euch bestimmt denken! Ungefähr so, als hätte er gleich seinen ganzen Kopf in die Soße getunkt. Er schmatzt und schleckt sich den Mund. Dann bemerkt er, dass alle ihn ansehen und lächelt. „Ok!“, sagt er und winkt.
Gecko kichert zuerst.
Da müssen auch die anderen lachen. Gecko und Runa lachen so sehr, das sie beinahe Bauchweh bekommen.
Papa sagt: „Ok!“ und Runa prustet: „Der ist lustig!“
Und das Beste: Ferro lacht mit ihnen. Er klatscht in die tomatigen Hände und kichert.
Mama wird es schließlich zu bunt und sie putzt dem klebrigen Buben den Mund und die Hände. Sie zieht ihm den hellblauen Schlafanzug aus, den er von Gecko bekommen hat, denn er ist so voller Tomatensoße, das er ebenso gut aus rotem Stoff sein könnte.
„Wenn er doch nur sagen könnte, woher er kommt“, murmelt Mama und wirft Papa einen Blick zu. Papa schnappt sich den Kleinen und setzt ihn neben seinen Teller auf den Tisch. Er füttert ihn mit dem kleinen Löffel und Ferro isst so viel, dass Papa meint, er müsste einen Ballon im Bauch haben.
Papa hält die Luft an und drückt seinen Bauch raus, dass er ganz dick wird. Eigentlich ist Papa aber lang und dünn und ganz blond, genau wie Gecko. Ferro beobachtet Papa, dann hält er auch die Luft an und streckt seinen Bauch raus. Papa nickt anerkennend. Er streicht erst über seinen Bauch, dann über Ferros. „Könnte mein Sohn sein!“, sagt er und lacht.

Er holt Geckos altes Babybett vom Dachboden und Mama spannt neue Bezüge darauf. Sie stellen es in die Wohnzimmerküche. Ferro will aber nicht in das Bett hinein liegen. Er zeigt auf Gecko und sagt: „Gecko“. Er läuft los und findet Geckos und Runas Zimmer. Er zeigt auf Geckos Bett.
„Das ist aber mein Bett“, sagt Gecko.
Ferro nickt.
„Tja, jetzt musst du eben auf dem Boden schlafen!“, ruft Runa. Gecko streckt ihr die Zunge raus. Ferro kriecht in Geckos Bett und legt sich hin. Er sieht so aus, als würde er da nicht mehr weggehen wollen.
Runa hat eine gute Idee. „Jetzt kriege ich das kleine Zimmer, dann kann der neue Bruder bei Gecko schlafen!“, sagt sie. Das kleine Zimmer ist vollgestopft mit Sachen. Lauter Sachen, die sie brauchen, aber doch nicht brauchen. Man kann sie nicht wegschmeißen, aber sie sind im Weg. Papa stand schon ein paar Mal in dem Zimmer, kratzte sich am Kopf und seufzte ratlos. Er sollte das Zimmer aufräumen. Papa ist aber kein besonders guter Aufräumer.
„Er ist nicht euer Bruder“, sagen Mama und Papa im Chor. „Vielleicht ist er morgen schon wieder weg, das wisst ihr doch, oder?“
Runa und Gecko nicken.
Ferro deckt sich mit Geckos Zudecke zu.
„Nagut“, sagt Papa. „Runa will ja schon längst ein eigenes Zimmer, oder? Und Sperrmüll ist auch bald“
Plötzlich klappt es. Papa und Mama tragen die Sachen einfach nach unten, stellen sie in den Hof. Dort kann sie der Sperrmülllastwagen abholen. Das Zimmer ist klein, hat aber zwei Fenster und Runa ist glücklich! Sie lobt den neuen kleinen Bruder und holt den Staubsauger.
Als das Zimmer so weit leer ist, dass Runas Bett hineinpasst, ist es schon spät geworden. Der kleine Gast ist inzwischen einfach in Geckos Bett eingeschlafen. Sie stellen das Babybett in Geckos Zimmer und legen den Kleinen hinein. Gecko kann in sein eigenes Bett kriechen und Runa gibt ihm einen Gutenachtkuss. Dann verschwindet sie in ihrem Zimmer.
„Jetzt musst du noch eine Weile hierbleiben!“, sagt Gecko ins dunkle Zimmer hinein zu dem schlafenden Jungen. „Sonst bin ich hier allein im Zimmer. Das mag ich nicht sein!“

Gecko ist ja schon 6 Jahre alt. Das ist sein letztes Kindergartenjahr. Er gehört zu den Großen. Darauf ist er mächtig stolz. Sein Kindergarten ist in einem Waldstück. Sie haben ein Waldsofa, das ist aus Zweigen gebaut. Dort machen sie Vesperzeit und singen. Wenn es regnet, kriechen sie in eine Jurte, die wird richtig kuschelig warm.
Mama muss Gecko in den Kindergarten fahren. Sie fährt ihn mit dem Rad. Zum Glück hat sie noch einen Fahrradanhänger. Gecko fährt ja schon längst alleine Rad.
Gecko putzt die Zähne und Ferro auch.
Gecko wäscht sich die Hände, aber Ferro nicht. Ferro weigert sich zu duschen, zu baden oder sonst irgendwie nass zu werden. Er schreit und krabbelt weg. Er versteckt sich unter einer Decke und schreit noch mehr. Mama lässt ihn erst mal in Ruhe, sie will ihm keine Angst machen.
„Unfair“, sagt Gecko, wenn er sich das Gesicht waschen muss. Ferro muss das nicht. Aber Mama lässt sich nicht beirren. „Du weißt doch nicht, ob ihm mit Wasser was Schlimmes passiert ist. Bei dir weiß ich das!“
Gecko zieht seine Waldhosen und seine Waldschuhe an. Binden kann er noch nicht alleine. Ferro sieht ihm dabei zu und sagt sein neues Wort: „Auch!“
Mama zieht ihm Geckos alte Waldhose und seine alten Waldschuhe an. Beides ist ihm etwas zu groß. Aber er nickt zufrieden. „Ok“, sagt er.

Ferro steht am Zaun und winkt Gecko zu. „Auch!“, sagt er traurig. Aber das geht nicht. Mama muss mit ihm zum Amt und seine Eltern suchen. Jan, der Erzieher geht vor Ferro in die Hocke und streckt ihm die Hand durch den Zaun entgegen. Ferro starrt die Hand eine Weile an, dann streckt er auch seine Hand durch den Zaun. Jan nimmt seine Hand und schüttelt sie. „Willst du hier bleiben?“, fragt Jan. „Auch!“, sagt Ferro und zeigt auf Gecko.
Jan richtet sich auf und hört Mama zu, die erklärt, was es mit Ferro auf sich hat. Jan schnappt sich Ferro und hebt ihn über den Zaun. „Find’ ich toll, dass sie ihn aufgenommen haben. Gehen sie mal in Ruhe zum Amt, wir kommen hier schon klar!“, sagt Jan zu Mama. Ferro nickt und sagt: „ok!“ Mama zögert. Dann nickt sie und steigt auf ihr Fahrrad. Den Hänger kann sie jetzt stehen lassen, den braucht sie ja nicht.
Alle umringen den neuen Jungen und Gecko sagt stolz: „Das ist Ferro. Er ist vom Himmel gefallen oder so was. Die finden seine Eltern nicht, deshalb ist er jetzt mein neuer Bruder! Er mag am liebsten Tomatensoße, aber er lässt sich nicht waschen“

Ferro spielt mit dem Sand, als hätte er noch nie Sand gesehen. Er krabbelt eine Weile lang einer paar Ameisen hinterher, als wären das die ersten Ameisen, die er sieht. Dann schaut er den Vögeln zu und wackelt mit den Händen, als wollte er los fliegen. Er deutet hinauf und sagt: „auch!“
Gecko und seine Freunde lachen und schütteln den Kopf: „Das geht nicht, Ferro, wir sind ja keine Vögel!“
„Ob er wirklich vom Himmel gefallen ist?“, fragt Geckos Freundin Lea.
„Quatsch, das gibt’s überhaupt nicht!“, sagt ein Junge.
„Aber es gibt in echt Leute die ins All fliegen!“, gibt Gecko zu bedenken.
„nur keine kleinen Babys!“
„Vielleicht ist er so wie Superman!“, schlägt ein Mädchen vor. „Der ist auch vom Himmel gefallen!“
Ferro sieht nicht aus wie ein Superman, findet Gecko. Eher wie ein ziemlich normaler kleiner Junge, der gerne am Lagerfeuer sitzt und Salzbrot futtert. Marmeladenbrot mag er auch. Genau wie Gecko.

Später spielen sie Verstecken. Eigentlich soll Ferro im Sand spielen, weil er ja nicht richtig laufen kann. Aber er sagt: „Auch!“ und also erklärt Jan ihm, wie verstecken geht. Gecko muss bis 20 zählen, das kann er schon. Er zählt laut und drückt die Augen mit den Händen zu.
„1, 2, 3, 4, … 20. Ich koooomme!“, ruft er laut. Er dreht sich um und erwartet halb, Ferro sitzen zu sehen.
Aber da ist kein Ferro.
Gecko sucht. Er findet Lea zuerst und sie hilft ihm. Er findet auch die anderen Kinder. Nur Ferro nicht. Ob er mit Jan mitgegangen ist? Aber Jan schraubt das Baumhaus weiter. „Nee, Ferro ist nicht hier, echt!“, sagt er und hilft ihnen beim Suchen.
„Ferro!“, rufen sie und Gecko merkt, das die Erzieher hektisch werden.
Er kann doch aber unmöglich über den Zaun geklettert sein.
Sie suchen in der Jurte. Sie suchen um die Jurte. Sie suchen beim Plumpsklo und in den Büschen. Sogar Lissy der Kindergartenhund hilft ihnen obwohl sie sonst meist nur faul herum liegt, weil sie schon so alt ist.
Schließlich bellt Lissy laut. Sie rennen zu ihr und wirklich: Lissy hat Ferro gefunden: er sitzt auf der untersten Astgabel im Nussbaum und grinst und winkt: „Ok!“, sagt er. Wie ist er da bloß hinauf gekommen? Gecko ist viel älter und er kann das nicht!
Jan ist sichtlich erleichtert. Er streckt die Arme nach Ferro aus und Ferro lässt sich in seine Arme fallen. Er hat auch ein neues Wort gelernt: „Nomma!“ er sagt es ein bisschen komisch, aber alle können es genau verstehen: „Nochmal“.
Jan lacht.
„Ein andermal“. Sagt er, denn jetzt kommen auch schon die Mamas und Jan hat wohl Angst, Ferro „nomma“ zu verlieren.

„Ferro kann klettern wie ein Affe, pass’ auf, Mama!“, erzählt Gecko, als er und Mama heim radeln. Ferro ist im Fahrradanhänger eingeschlafen.
„Wie ein Affe?“, fragt Mama überrascht. „Er kann doch kaum laufen!“
„Ja, wenn er nicht klettern kann, dann muss er fliegen können!“, sagt Gecko nachdenklich. „Aber er kann doch nicht wirklich so sein wie Superman, oder, Mama?“
Mama schüttelt den Kopf. „Nein, wie Superman ist er sicherlich nicht. Aber seine Eltern können die auch nicht finden. Also bleibt er erstmal bei uns, einverstanden?“, sagt sie, als sie in ihre Hofeinfahrt hinein fahren.
Gecko nickt.
„Ok!“, sagt er und hüpft vom Rad. „Ok, ok, ok!“, genau wie Ferro sagt er es und tanzt um den Fahrradanhänger herum.

Es regnet und regnet und Gecko darf nicht in den Kindergarten, weil Mama behauptet, er sei krank. Dabei hat er doch fast gar kein Fieber. Da könnte man doch wohl in den Kindergarten gehen. Aber Mama ist stur.
Gecko und Ferro sitzen am Tisch und malen. Ferro malt Sterne. Zuerst hat er nur gekritzelt, als hätte er zuvor noch nie einen Stift in der Hand gehalten. Er sieht Gecko eine Weile lang zu, dann nimmt er den Stift richtig in die Hand und malt diese Sterne. Immer mehr und mehr. Sie sind rund und gelb und alles darum herum ist dunkelblau. „Malst du das All?“, fragt Gecko. Ferro nickt. „All!“, sagt er.
Mama kommt zum Tisch und staunt. „Wie schön er malt!“, sagt sie.
„Und ich?“, fragt Gecko. Mama strubbelt ihm den Kopf. „Du auch. Ist das ein Polizeiauto?“
Gecko nickt.
Ferro nimmt ein neues Blatt und malt mit roter Farbe: er malt einen Kopf, einen langen Hals, Pfoten mit Krallen daran und Flügel. Er malt alles so genau, wie Gecko es nicht könnte. Man erkennt das Bild sofort. Kannst du erraten was er gemalt hat?
Mama hält das Bild hoch und sagt: „Das hast du gemalt, Ferro?“
„Mama“, sagt Ferro.
„Du meinst das ist für mich?“, fragt Mama. Aber Ferro greift danach und schüttelt den Kopf. Er zeigt auf das Bild und sagt: „Ferro Mama!“
„Ha!“, sagt Gecko. „Ferros Mama ist ein Drache. Deshalb ist sie auch nicht hier. Ihr könnt sie nicht finden. Drachen gibt’s nämlich gar nicht, Ferro!“
Ferro sucht auf dem Tisch und zieht sein erstes Bild zu sich. Er zeigt darauf und sagt: „All. Ferro Mama“.
Geckos Mama wirkt ziemlich überrascht. Gecko deutet auf die Sterne auf dem Bild und fragt Ferro: „Und wo wohnt sie dann?“ Ist ja wohl klar, was Ferro sagen will: seine Mutter wohnt im All auf einem Stern und ist ein Drachen. Das ist ungewöhnlich, klingt aber nach einer spannenden Geschichte. Ferro sieht die Sterne auf seinem Bild nachdenklich an und deutet dann auf einen größeren.
„Ja gut“, sagt Gecko. „Aber wieso siehst du nicht so aus wie sie? Ich meine, wie deine Mama?“
Ferro betrachtet seine Hände und dann seine Füße. Er wackelt mit den Zehen. Er sagt etwas, das man nicht versteht. Dann zieht er die Schultern hoch und sagt: „Ok!“
Gecko nickt. „Ok“.
Mama glaubt nichts von dem, was Ferro sagt. Aber Gecko ist sich nicht sicher. Wäre doch toll einen kleinen Bruder zu haben, der eigentlich ein Drache ist, oder?

Mama telefoniert ständig und Gecko faltet Papierboote für Ferro. Ferro juchzt und lässt die Papierboote durch die Luft segeln. Er versucht aufzustehen und zu laufen. Ein paar Schritte kann er schon, dann fällt er um. Mama telefoniert in der Küche. Gecko schleicht in die Küche und klaut Rosinen. Mama kann nichts dagegen tun, denn sie telefoniert ja. Und Mama möchte den anderen Telefoniermensch wohl nicht unterbrechen. Sie sagt ständig: „Ja“ und „Hmhm“ und „Nagut“
Ferro hält sich ein Papierschiff ans Ohr und macht: „Ja“ und „Hmhm“ und „ok!“
Jetzt drängelt Mama Gecko aus der Küche und Gecko teilt seine Rosinen brüderlich mit Ferro. Ferro liebt Rosinen! Er lädt sie in sein Papierboot und lässt es wieder fliegen. Dann isst er eine Rosine und die anderen fliegen weiter.
„Na komm, Mama guckt nicht, dann können wir probieren ob die Boote auch schwimmen!“, schlägt Gecko vor. Ferro krabbelt ins Treppenhaus. Gecko hilft ihm in die Gummistiefel und zieht selbst welche an. Sie schleichen die Treppen runter. Ferro krabbelt rückwärts die Treppen runter. Das kann er schon gut!
Gecko öffnet die Tür und rennt hinaus in den Regen. Er findet sofort eine schöne, große Pfütze im Hof und kniet sich daneben um sein Boot schwimmen zu lassen. Es wackelt und schwankt, aber es schwimmt. Ferro steht noch unter dem Dachvorsprung und sieht in den Regen hinauf.
Er zeigt hinauf und sieht Gecko fragend an. Hat er noch nie Regen gesehen? Das kann doch unmöglich sein!
Er hält einen gestiefelten Fuß in den Regen. Zieht ihn schnell zurück.

Und dann passiert es. Gecko sieht es ganz deutlich. Ferro streckt eine Hand hinaus in den Regen. Aber anstatt einfach eine nasse Hand zu bekommen, prallen die Regentropfen von seiner Hand ab und verdampfen zischend. Ferro kichert. Gecko sagt: „zack!“. Das sagt er immer, wenn er etwas ganz besonders findet. „Zack!“, wiederholt Ferro sofort, wie ein Papagei. „Mach das noch mal!“, ruft Gecko. Ferro streckt beide Hände aus.
Zisch! Es steigen sogar kleine Dampfwölkchen auf.
Jetzt geht Ferro ganz in den Regen hinaus. Mit Kopf und Bauch und allem, was an ihm dran ist. Es zischt und dampft, als wenn jemand ins Feuer gepinkelt hätte. Ferro wird übrigens kein bisschen nass dabei. Gecko hüpft vor lauter Staunen in die Luft.
Ob er sich deshalb weigert zu duschen? Weil das überhaupt nicht geht?
Ferro dreht sich im Regen und die Tropfen dampfen und stieben nach allen Richtungen. Er sieht aus wie ein menschlicher Vulkan. Gecko klatscht und lacht. Das ist toll! Wenn er selbst das nur auch könnte! Ferro muss ein Zauberer sein!
Dann fällt der kleine Zauberer um und voll in die Pfütze rein. Mit dem Po zuerst. Das Zischen wird lauter, mehr Wasser verdampft. Dann verklingt das Zischen, wird leiser und verstummt. Als wäre das Feuer ausgegangen. Ferro sitzt patsch nass in der Pfütze und weint.
„Das ist nicht schlimm, Ferro. Das ist nur Wasser!“, sagt Gecko und hebt ihn aus der Pfütze heraus. Er trägt ihn zum Haus und Ferro beruhigt sich ein wenig. „Wass!“, sagt er. Und: „Nass!“ Gecko grinst. „Und du bist nicht geschmolzen. Aber wie hast du das mit dem Regen gemacht?“
Ferro zieht die Schultern hoch. „Ok?“, sagt er.
„Das war ziemlich verrückt!“, sagt Gecko.
Vielleicht stimmt es ja. Vielleicht ist Ferro von einem anderen Stern und seine Mama ist ein Drache!

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